Der globale metallische Rohstoffabbau ist verbunden mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und ungerechter Verteilung von Gewinnen und Lasten. Als wirtschaftsstarkes und rohstoffarmes Bundesland trägt Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung für seinen Rohstoffverbrauch und die damit verbundenen globalen Auswirkungen. Es bedarf viel konsequentere Maßnahmen, um den globalen Herausforderungen gerecht zu werden, um ein gutes Leben für alle Menschen zu erreichen. Das Forderungspapier des Netzwerks RohstoffGerecht erweitert und vertieft die bestehende Ressourceneffizienzstrategie des Landes Bade-Württemberg um zentrale Aspekte der globalen Gerechtigkeit, der absoluten Verbrauchsreduktion und der gesellschaftlichen Transformation. Baden-Württemberg hat als wirtschaftsstarkes Bundesland die Möglichkeit und die Verantwortung, eine Vorreiterrolle bei der Rohstoffwende einzunehmen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen stellen konkrete Hebel dar, die das Land in Bewegung setzen kann, um einen substanziellen Beitrag zur globalen Rohstoffgerechtigkeit zu leisten. Wir fordern die Landesregierung auf, diese Maßnahmen zeitnah umzusetzen und damit ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
